Einer lebendigen Ideenkiste, die zeigt, wie moderne Landschaftsgestaltung, gelebter Naturschutz und biologische Vielfalt perfekt Hand in Hand gehen.
Das Konzept hinter dem Schaugarten
Ein Plädoyer für das Leben
Warum bauen wir eigentlich Vulkane, Sandarien und Naturteiche? Ganz einfach: Weil wir fest davon überzeugt sind, dass wir als Landschaftsgärtner eine Verantwortung für unsere Umwelt tragen. Unser Schaugarten ist das lebendige Herzstück unserer Philosophie. Er dient als Freiluft-Labor und Anschauungsobjekt für Kunden, Partner und Naturbegeisterte.
Unsere Kernziele im Überblick:
- Lebensräume reaktivieren
Wir verwandeln ungenutzte oder versiegelte Flächen in wertvolle Habitate. Jedes Element – vom Stein bis zur Staude – erfüllt einen biologischen Zweck. - Heimische Vielfalt fördern
Wir setzen konsequent auf heimische Wildpflanzen. Sie sind perfekt an unser Klima angepasst und bilden die unersetzliche Nahrungsgrundlage für unsere Insekten- und Vogelwelt. - Natur erlebbar machen
Wir wollen zeigen, dass ökologische Vielfalt und moderne Gartenarchitektur keine Gegensätze sind. Ein Naturgarten ist lebendig, verändert sich mit den Jahreszeiten und sprüht vor Energie.
Komm vorbei, lass Dich inspirieren und sehe selbst, wie schnell die Natur unsere Einladung annimmt!
Das gibt es zu entdecken?
Die Eidechsen – Unser Logotier
Biodiversität – was haben wir schon alles entdeckt? inkl. Fotostrecke
Eidechsen im Vulkan
Unsere neuesten Bewohner!
Großartige Neuigkeiten aus unserem Schaugarten: Jetzt, Ende Mai 2026, haben wir die ersten Mieter glücklich beim Sonnenbaden erwischt! Wir haben dieses wunderschöne Pärchen Zauneidechsen (Lacerta agilis) direkt an unserem Vulkan entdeckt. Ein absoluter Traum und das beste Zeichen dafür, dass unsere Naturprojekte genau so funktionieren, wie sie sollen.
Dass die beiden sich ausgerechnet jetzt hier eingelebt haben, zeigt aber auch: Manchmal braucht Naturschutz ein klein wenig Geduld. Wir haben den Vulkan bereits vor zwei Jahren angelegt und die Natur in Ruhe machen lassen – das Warten hat sich jetzt definitiv gelohnt!

Wer ist wer? Modebewusste Echsen
Der Prachtbursche (Männchen)
Er leuchtet aktuell im knallgrünen „Hochzeitskleid“. Je grüner er strahlt, desto mehr Eindruck macht er bei den Damen.
Die getarnte Schönheit (Weibchen)
Sie trägt das ganze Jahr über ein elegantes, unauffälliges Braunkleid mit hellen Augenflecken – die perfekte Tarnung im Sedum-Beet.

Die perfekte Kinderstube: Maßarbeit im Vulkanzentrum
Die Standortwahl der beiden ist kein Zufall, sondern das Ergebnis präziser Planung. Oben im Vulkan befindet sich eine Mulde, in der wir von Anfang an einen ganz speziellen Bereich angelegt haben: extrem sonnig und mit lockerem Sand gefüllt.
Genau hier wird es pünktlich zur Paarungszeit im Mai und Juni romantisch. Das Weibchen nutzt diesen perfekt geschaffenen Bereich im Juni, um ihre etwa 4 bis 15 weichschalige Eier im warmen Sand zu vergraben. Die Brutarbeit übernimmt ab dann komplett die Sonne.

Der Nachwuchs: Klein, aber oho!
Nach rund zwei Monaten Brutzeit – also Anfang bis Mitte August – schlüpfen die Mini-Eidechsen:
- Winzige Jäger: Die Kleinen sind beim Schlupf gerade mal 4 bis 6 Zentimeter kurz (inklusive Schwanz).
- Sofort startklar: Von wegen Babypause! Die Mini-Echsen sind sofort komplett auf sich allein gestellt, extrem flink und gehen ab Sekunde eins eigenständig auf die Jagd nach kleinen Insekten und Spinnen.
Wann werden die Kleinen erwachsen?
Die Jungtiere wachsen im Spätsommer rasant, um sich genug Speck für den Winter anzufressen. Erwachsen und geschlechtsreif sind sie nach etwa 1,5 bis 2 Jahren. Das heißt: Der Nachwuchs von diesem August wird im übernächsten Frühjahr selbst für die nächste Generation in unserem Schaugarten sorgen!
Der Naturteich
Vielfältiger Lebensraum!
Ein Garten ohne Wasser? Machbar, aber unvollständig. Wasser ist der absolute Magnet für die Artenvielfalt, und unser großer Naturteich im Schaugarten zeigt eindrucksvoll, was passiert, wenn man der Natur die Regie überlässt.
Was lebt hier?
Libellen jagen im Tiefflug über die Wasseroberfläche, Molche paddeln durch die Flachwasserzone, und Vögel nutzen das flache Ufer als Wellness-Oase und Trinkstelle. Unser Teich ist ein perfekt ausbalanciertes, glasklares Ökosystem, das sich komplett selbst reinigt – ganz ohne Chemie, Filtergedöns oder Chlor!
Für die Extraportion Frische sorgt lediglich eine solarbetriebene 12V-Pumpe, die das Wasser sanft zirkulieren lässt und zusätzlichen Sauerstoff einbringt. Ein echtes Low-Tech-System – minimaler Aufwand, maximale Wirkung für die Natur.

Ein funktionierendes Ökosystem statt steriler Pool-Optik
Ein echter Naturteich lebt von seinen Zonen. Von der seichten Sumpfzone mit heimischen Pflanzen, die Schadstoffe ganz natürlich abbauen, bis hin zur kühlen Tiefenzone. Hier entsteht innerhalb kürzester Zeit ein biologisches Gleichgewicht, das faszinierender ist als jedes Fernsehprogramm. Es ist der Ort im Garten, an dem sich die Dynamik der Natur am schnellsten zeigt: Kaum ist das Wasser da, checken die ersten Bewohner ein.

Der Feldhecke-Vorteil für deinen eigenen Teich
Weil wir die Natur nicht nur kopieren, sondern verstehen, nutzen wir unseren eingespielten Schaugartenteich als biologische „Spenderstation“.
Wenn wir bei dir einen neuen Natur- oder Schwimmteich anlegen, bringen wir als biologischen Startschuss eine Portion reifes Teichwasser und wertvollen Bodensatz (Mulm) aus unserem Schaugarten mit. Durch diese gezielte Impfung ziehen Milliarden nützlicher Mikroorganismen sofort in dein neues Gewässer ein. Das verkürzt die Algenphase der ersten Jahre massiv und sorgt von Anfang an für stabiles, gesundes Wasser.
Komm vorbei und schau dir an, wie glasklar ein Teich ganz ohne Technik sein kann!

Biodiversität in unserem Schaugarten
Was haben wir schon bewundern dürfen!
VORAB: hier sind nur Tiere aufgelistet, welche wir inklusive Fotos schon gesichtet haben.
Der Eisvogel – alcedo atthis
Wer braucht schon die Tropen, wenn man solche Farben direkt vor der Haustür hat? Dass dieser scheue High-Speed-Jäger bei uns vorbeischaut, ist der absolute Ritterschlag für das Ökosystem in unserem Schaugarten.
Der Eisvogel braucht absolut glasklares Wasser für die Jagd und natürliche Ansitze über der Wasseroberfläche.
Mit seinen extrem scharfen Augen scannt er unseren Naturteich nach Nahrung ab. Ein funktionierendes, giftfreies Ökosystem – mehr braucht er nicht zum Glücklichsein.

Die Blaumeisen – cyanistes caeruleus
Großkampftag an der Futterbar: Nachwuchs bei den Blaumeisen!
Die Raupen-Polizei: Während der Brutzeit verfüttert ein einziges Meisenpaar bis zu 15.000 Insekten und Raupen an seine Jungen. Sie sind der effektivste, biologische Pflanzenschutz, den man sich wünschen kann!

Die Libellen: Jets im Tiefflug
Kaum ist Wasser im Garten, sind sie da.
Libellen sind die unangefochtenen Herrscher der Lüfte über unserem Naturteich und fangen Mücken im Flug!
Blaugrüne Mosaikjungfer
Der neugierige Riese
Sie beobachtet gerne im stehenden Flug
Leider mit kaputtem Flügel 🙁
Der Vierfleck
Der flinke Ansitzjäger
Er sitzt gern auf Schilfstängeln und schießt von dort blitzschnell auf Beutefang.


Plattbauch-Libelle
Der breite Draufgänger
Diese Art hat einen auffallend breiten, flachen Hinterleib und besiedelt neu angelegte Teiche meistens als allererste Pionierart.
Die Große Heidelibelle
Tiefblick garantiert! Diese zierliche Heidelibelle zeigt uns ihre faszinierenden, zweifarbigen Facettenaugen, mit denen sie im Schaugarten alles haargenau im Blick behält.


Der Turmfalke – falco tinnunculus
Wer sagt denn, dass Naturgärten nur etwas für kleine Singvögel sind? Wenn das Ökosystem stimmt, kommen auch die majestätischen Jäger zu Besuch.
Turmfalken sind die absoluten Erzfeinde von Wühlmäusen und Feldmäusen. Sie halten die Nager-Population im Garten auf ganz natürliche Weise auf einem ausgewogenem Niveau – komplett ohne Gift oder Fallen.

Der Wiedehopf – upupa epops
Das ist ein ornithologischer Hauptgewinn – der Vogel war in Deutschland jahrelang vom Aussterben bedroht und ist ein absoluter Exot unter den heimischen Brutvögeln. Mit seiner punkigen Federhaube und dem langen, gebogenen Pinzetten-Schnabel sieht er aus wie aus den Tropen importiert.

Die Stockenten – anas platyrhynchos
Wo Wasser ist, da herrscht Leben! Unsere heimischen Stockenten zeigen perfekt, wie ein naturnah gestalteter Teich als Kinderstube angenommen wird.
Der Erpel
Die Männchen im Prachtkleid mit dem metallisch grün-blau glänzenden Kopf und dem leuchtend gelben Schnabel. Sie sichern die Umgebung, während die Familie badet.
Die Entenmama
Perfekt getarnt im braun-gemusterten Gefieder schippert die Entenmutter stolz mit ihrer elfköpfigen Kükenschar durch die Flachwasserzone.


Der Eichelhäher – garrulus glandarius
Er ist nicht nur der lautstarke „Wächter des Waldes“, sondern auch einer der fleißigsten Helfer bei der natürlichen Verjüngung unserer Gehölze. Eichelhäher vergraben im Herbst tausende Eicheln, Nüsse und Bucheckern als Wintervorrat im Boden. Weil sie viele Verstecke schlicht vergessen, pflanzen sie jedes Jahr unzählige neue Bäume.

Das Rotkehlchen – erithacus rubecula
Sobald man im Garten die Erde auflockert oder Beete freiräumt, ist er meistens schon da und wartet auf seine Chance. Rotkehlchen sind extrem nützliche Schädlingsbekämpfer; sie jagen am liebsten direkt am Boden nach Schnecken, Larven, Käfern und Spinnen.

Die Metamorphose
Live eingefangen in unserem Schaugarten!
Das Tier ist gerade frisch aus seiner alten Larvenhaut (der sogenannten Exuvie, die man noch am Stängel hängen sieht) geschlüpft. Weil sie noch ganz frisch, blass und weich ist, nennt man das eine frisch geschlüpfte (teneral) Libelle. Rechts und unten im Bild sieht man die Exuvie zwei weiteren geschlüpften Libellen.
Ihre Flügel sind noch ganz zart und pumpen sich gerade erst mit Flüssigkeit auf, bevor sie zum Jungfernflug abhebt.

Impressionen


