Die Biotope
Elemente eines Naturgarten
Staudenbeet
Definition
Ein dauerhaft angelegtes Beet mit mehrjährigen, winterharten Blütenstauden, die gezielt auf heimische Insekten und Trockenverträglichkeit abgestimmt sind.
Aufbau & Materialien
Das Beet wird durch Natursteine wie Sandstein oder Muschelkalk sauber eingefasst und modelliert, wodurch spannende Höhenabstufungen und kleine Hanglagen entstehen. Der Boden wird tiefgründig mit mineralischen Zuschlagstoffen (Sand, Splitt) statt reinem Humus aufbereitet; auf Rindenmulch wird konsequent verzichtet (stattdessen erfolgt eine mineralische Abdeckung).
Ökologischer Mehrwert
Bietet von Frühjahr bis Herbst ein kontinuierliches Nahrungsangebot (Nektar/Pollen) für Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen; Rückzugsorte im Winter durch stehengelassene Stängel.
Klimaresilienz
Extrem hitzeresistent und wassersparend, da tiefwurzelnde Arten (z. B. Steppen-Salbei, Schafgarbe, Echinacea) nach der Anwachsphase kaum noch künstlich bewässert werden müssen.
Pflegetipps
Minimaler Aufwand; Rückschnitt erfolgt erst im Spätwinter/Frühjahr (Schutz und Nahrungsquelle für Tiere in der kalten Jahreszeit).
Leistungsumfang Bodenvorbereitung/Aufbereitung, Pflanzplanung mit heimischen Stauden, fachgerechter Einbau, mineralische Mulchung. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Wildblumenwiese
Definition
Eine artenreiche, extensiv bewirtschaftete Wiese aus heimischen Wildkräutern und Gräsern, die gezielt auf magere Standorte ausgelegt ist.
Aufbau & Materialien
Abmagerung des Bodens (Oberboden abtragen oder Sand einfräsen), um Nährstoffe zu entziehen; Einsaat von zertifiziertem, regionalem Wildblumensaatgut (Regio-Saatgut).
Ökologischer Mehrwert
Unverzichtbarer Lebensraum und Futterquelle für Dutzende spezialisierte Insektenarten, Raupen von Schmetterlingen sowie Bodenbrüter und Vögel.
Klimaresilienz
Tiefreichende Wurzeln heimischer Wildkräuter erschließen tiefere Wasserschichten, halten Starkregen zurück und trotzen sommerlicher Hitze deutlich besser als herkömmlicher Rollrasen.
Pflegetipps
Nur 1- bis 2-mal im Jahr mähen (Schädelmähturnus), Mahd unbedingt abtrachten, um den Boden weiter abzumagern.
Leistungsumfang Bodenanalyse, Entsiegelung/Abmagerung, Saatgut-Auswahl, handwerkliche Einsaat, Erstpflegehinweise. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Sandarium
Definition
Eine naturnah angelegte, offene Sandfläche aus ungefärbtem, ungewaschenem Grubensand als essenzieller Nistplatz für gefährdete, erd- und totholznistbauende Wildbienen.
Aufbau & Materialien
Das Sandarium wird durch Natursteine wie Sandstein oder Muschelkalk sauber eingefasst und modelliert. Im Inneren befüllt mit ungewaschenem Sand-Kies-Gemisch. Dies in Kombination mit vertikalem Totholz und Natursteinen.
Ökologischer Mehrwert
Über 75 % unserer heimischen Wildbienenarten nisten im Boden – das Sandarium schließt diese gravierende Versorgungslücke im Garten direkt. Das integrierte Totholz dient den totholznistenden Wildbienen als Rückzugsort.
Klimaresilienz
Völlig trockenheitsresistent, benötigt absolut kein Wasser und heizt sich in der Sonne schnell auf, was die Brutentwicklung der Insekten beschleunigt.
Pflegetipps
Fast pflegefrei; die Fläche muss dauerhaft frei von Beikräutern gehalten werden.
Leistungsumfang Aushub, Lieferung und Einbau des speziellen Grubensands, Modellierung der Fläche und Randbefestigung. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Benjeshecke
Definition
Eine langgestreckte Hecke aus locker aufgeschichtetem Schnittgut (Äste, Zweige, Strauchverschnitt), welche durch die Integrierung von Kleingehölzen oder sich im Laufe der Zeit durch Samenanflug zu einer lebendigen Hecke entwickelt.
Namensgeber sind die Gebrüder Benjes, welche diese Methode in den 1970er verbreiteten.
Aufbau & Materialien
Robuste Stützpfähle (z. B. Robinie) als Begrenzung; dazwischen wird anfallender Baum- und Heckenschnitt dicht aufgeschichtet.
Ökologischer Mehrwert
Ein absolutes Biodiversitäts-Kraftwerk: Bietet Vögeln, Kleinsäugern (Igel, Wiesel), Amphibien und unzähligen Insekten Schutz, Nahrungs- und Überwinterungsraum.
Klimaresilienz
Das innere Mikroklima speichert Restfeuchtigkeit; verrottendes Holz wirkt als Schwamm und Lebensader im Naturkreislauf.
Pflegetipps
Wächst von allein; es muss lediglich von Zeit zu Zeit von oben Schnittgut nachgelegt werden, da das Material unten langsam zusammensackt und verrottet. Nadelhölzer (verrotten nur schwer) und Lebensmittelreste sind fern zu halten.
Leistungsumfang Setzen der Stützpfähle, fachgerechtes Schichten des mitgebrachten oder anfallenden Totholzes.
Optional: Einpflanzung von Kletterpflanzen (z. B. Efeu, Waldrebe) an den Enden oder Kleingehölze alle 3-4 m. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Naturteich
Definition
Ein stehendes Gewässer ohne künstliche Technik (ausgenommen Solarpumpe zur Zyskulation und Sauerstoffeinfuhr), das sich durch ein biologisches Gleichgewicht aus Flora und Fauna selbst reinigt.
Aufbau & Materialien
Sand und Teichvlies zum Schutz der Folie, hochfeste Teichfolie, Kiesschichten in verschiedenen Körnungen, Natursteine (z.B. Grauwacke) und ein naturnah gestalteter Tief-, Sumpf-, Flachwasser- und Uferbereich.
Ökologischer Mehrwert
Magnet für Amphibien (Frösche, Molche, Kröten), Libellen, Vögel und unzählige Wasserinsekten; dient als lebenswichtige Tränke im Sommer.
Klimaresilienz
Bildet ein lokales Kühlungs-Mikroklima im Garten, verdunstet im gesunden Maß Wasser und puffert Hitzeperioden durch das Wasservolumen ab.
Pflegetipps
Kein technischer Pflegeaufwand; lediglich im Herbst oder Frühjahr abgestorbene Pflanzenteile im Flachwasserbereich entfernen, um Nährstoffeintrag zu minimieren. Entschlammung des Boden alle 1-2 Jahre.
Leistungsumfang Form-Aushub, Modellierung der Tief-, Flach-, Sumpf- und Uferzonen, Verlegung von Vlies und Folie, Einbau von Substrat/Kies, Erstbepflzung mit heimischen Röhricht- und Unterwasserpflanzen. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Naturschwimmteich
Definition
Ein ungedämmter, chemiefreier Schwimmteich, bei dem die Wasserreinigung komplett über biologisch-botanische Regenerationszonen statt über Chlor oder Filtertechnik läuft.
Aufbau & Materialien
Getrennter Schwimmbereich (ca. 1/3 der Gesamtfläche) und bepflanzter Filter-/Regenerationsbereich (ca. 2/3 der Gesamtfläche), spezielle Teichfolie, Substrate, Kiesfilter und optional (aber zu empfehlen) eine energiesparende Solarpumpe zum umwälzen und Einfuhr von Sauerstoff.
Ökologischer Mehrwert
Bietet sauberes, hautfreundliches Badewasser im Einklang mit der Natur und integriert gleichzeitig einen wertvollen Lebensraum für Amphibien (Frösche, Molche, Kröten), Libellen, Vögel und unzählige Wasserinsekten; dient als lebenswichtige Tränke im Sommer.
Klimaresilienz
Großes Wasservolumen sorgt für Stabilität bei extremen Hitzeperioden; natürliche Verdunstungskühlung für den direkten Sitzplatzbereich.
Pflegetipps
Gelegentliches Absaugen des Teichbodens und Rückschnitt der Regenerationszone im Herbst/Frühjahr, Entfernung von Laub und Blüten.
Leistungsumfang Planung, Form-Aushub, Modellierung der Tief-, Flach-, Sumpf- und Uferzonen sowie des Schwimmbereiches, technischer und biologischer Aufbau (Schwimmzone + abgetrennte Filterzone), Folienverlegung, Substrateinbau und Bepflanzung des Regenerationsbereichs. Erstbepflzung mit heimischen Röhricht- und Unterwasserpflanzen. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Kräuterspirale
Definition
Ein dreidimensional angelegtes Kräuterbeet in Form einer Schneckenlinie, das auf kleinem Raum verschiedene mikroklimatische Zonen (von feucht bis trocken) vereint.
Aufbau & Materialien
Steine (z. B. Sandstein oder Muschelkalk) als Trockenmauer geschichtet; im Inneren abgestufte Substratschichten von Schotter/Sand (oben) bis Humus-Sand-Gemisch (unten).
Ökologischer Mehrwert
Bietet mediterranen Insekten (Wildbienen, Eidechsen in den Steinspalten) einen idealen Sonnen- und Lebensraum.
Klimaresilienz
Hervorragendes Wassermanagement durch die strukturieren Ebenen und hohe Wärmespeicherung der Steine; mediterrane Kräuter (oben) kommen mit minimalem Wasser aus und gleichzeitiger Wasserspeicher für feuchtigkeitsliebende Kräuter in unteren Bereich.
Pflegetipps
Regelmäßiges Ernten fördert das Wachstum; vertrocknete Stängel im Frühjahr bodennah zurückschneiden.
Leistungsumfang Aufbau der Trockenmauer-Spirale, fachgerechte Schichtenbefüllung (Drainage bis Pflanzerde) und Erstbepflzung mit mediterranen/heimischen Kräutern. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Gemüsegarten
Definition
Ein naturnah bewirtschafteter Nutzgarten, der auf Mischkultur, Bodenfruchtbarkeit und geschlossene Nährstoffkreisläufe setzt (ohne chemische Dünger/Pestizide).
Aufbau & Materialien
Beeteinfassung aus Natursteinen für den natürlichen Anblick und zur modelierung von Höhenunterschieden. Oder: Hochbeete aus ungehandeltem Holz (Lärche/Robinie).
Optinal kombinierbar mit Mulchmaterial aus Stroh/Schnittgut, Kompostieranlage, evtl. Regentonnen zur Bewässerung.
Ökologischer Mehrwert
Neben dem Anbau von Lebensmittel bietet er Nützlingen (Marienkäfer, Schlupfwespen, Bestäuber) durch integrierte Kräuter- und Blühstreifen ein reiches Umfeld.
Klimaresilienz
Durchgängiges Mulchen schützt den Boden vor Austrocknung und extremer Hitze; humusreicher Boden speichert Regenwasser deutlich länger.
Pflegetipps
Regelmäßige Kompostgabe, Fruchtwechsel einhalten, Mulchschicht im Frühjahr erneuern.
Leistungsumfang Anlage von Hochbeeten/Beeten, Bodenaufbereitung mit reifem Kompost, Einrichtung von Nützlingsstrukturen und Start-Pflanzplan. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Käferkeller
Definition
Ein tief in den Boden eingelassenes Totholz- und Holzkohledepot, das speziell für holzbewohnende Insekten (wie den geschützten Hirschkäfer) als Nist- und Brutstätte dient.
Aufbau & Materialien
Große, unbehandelte Laubholzstämme (z. B. Eiche, Buche) und dicke Äste, die vertikal zu zwei Dritteln in den Boden eingegraben und mit sandigem Humus verfüllt werden.
Ökologischer Mehrwert
Schafft einen selten gewordenen Speziallebensraum für stark gefährdete Totholzinsekten (xylobiophagen/totholzbewohnenden Käferarten), deren Larven jahrelang im verrottenden Holz heranwachsen.
Klimaresilienz
Das im Boden vergrabene Holz wirkt wie ein massiver Wasserspeicher und kühlt die unmittelbare Umgebung bei Hitze.
Pflegetipps
Absolut wartungsfrei – je ungestörter das Depot liegt, desto wertvoller ist es für die Tierwelt.
Leistungsumfang Ausheben der Grube, fachgerechtes Einbringen und vertikales Verankern der Tothölzer im Boden sowie Auffüllung mit geeignetem Substrat. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Steingarten Alpinum
Definition
Ein speziell angelegter, an alpine Verhältnisse angelehnter Gartenbereich für spezialisierte, trockenheitsliebende Polsterstauden, Zwiebelgewächse und Kleingehölze, die in extrem mageren, durchlässigen Substraten wachsen.
Aufbau & Materialien
Das Gelände wird individuell modelliert und mit massiven Natursteinen (z. B. Sandstein oder Muschelkalk) als Felsbänder und Trockenmauern terrassiert. Als Substrat dient eine extrem durchlässige, nährstoffarme Mineralmischung (Schotter, Splitt, Sand mit geringem Humusanteil), um Staunässe absolut zu verhindern. Bepflanzung durch alpine Flora.
Ökologischer Mehrwert
Die offenen Stein- und Sandflächen sowie die tiefen Spalten bieten wärmeliebenden Insekten, Wildbienen, Eidechsen und Laufkäfern ideale Nist-, Sonnen- und Versteckplätze.
Klimaresilienz
Maximale Klimaresilienz: Die Steinmassen speichern tagsüber die Wärme und geben sie nachts ab, während die mineralische, magere Schicht und die Spezialpflanzen (wie Polster-Phlox, Hauswurz, Steinbrech) selbst mit langanhaltender Dürre und starker Hitze problemlos ohne Bewässerung zurecktkommen.
Pflegetipps
Sehr geringer Pflegeaufwand; kein Düngen oder Gießen nach dem Anwachsen. Gelegentliches Jäten von unerwünschten Wildkräutern, die sich in den Felsspalten ansiedeln wollen.
Leistungsumfang Untergrundvorbereitung, Geländemodellierung, fachgerechter Einbau der Natursteine (Sandstein/Muschelkalk) als Felsformationen, Einbau des speziellen Mineral-Substrats sowie Pflanzung einer artenreichen Alpin- und Polsterstauden-Mischung. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Trockensteinmauer
Definition
Eine traditionell ohne Mörtel oder Zement, ausschließlich durch geschickte Schichtung und handwerkliche Verklammerung errichtete Natursteinmauer, die als Stützmauer, Hangbefestigung oder freistehendes Gestaltungselement dient. Die Fugen werden hierbei mit heimischen Sedumarten gepflanzt.
Aufbau & Materialien
Errichtung aus massiven, frostbeständigen Natursteinen wie heimischem Sandstein oder Muschelkalk. Die Mauer wird mit einer leichten Neigung zum Hang und einem frostsicheren, verdichteten Schotterfundament (Drainageschicht) gebaut. Die Hohlräume zwischen den Steinen werden rückseitig mit Schotter verfüllt und stellenweise mit magerem Substrat für die Bepflzung versehen.
Ökologischer Mehrwert
Ein echtes Biodiversitäts-Paradies: Die sonnenexponierten Fugen und Steine bieten wärmeliebenden Insekten, Wildbienen, Eidechsen, Blindschleichen und Kröten optimale Versteck-, Sonnen- und Überwinterungsplätze.
Klimaresilienz
Hervorragende Klimaresilienz; die schweren Steinmassen speichern tagsüber die Sonnenwärme und geben sie nachts gleichmäßig ab, während das offene Fugennetz und die Fundamentdrainage Regenwasser perfekt ableiten bzw. regulieren und extreme Hitzepolster abpuffern.
Pflegetipps
Nahezu pflegefrei. Nach dem Einwachsen ist kein Gießen oder Düngen nötig; gelegentlich kann sich anfallendes Wildkraut oder spontan anfliegender Bewuchs in den Spalten harmonisch einfügen (bei zu starkem Gehölzaufwuchs im Wurzelbereich einfach behutsam auslichten).
Leistungsumfang Untergrund-Aushub, Erstellung des frostsicheren Schotterfundaments, fachgerechter Aufbau der Natursteine inklusive Hangsicherung, mineralischer Hinterfüllung und optionaler Erstbepflzung der Fugen mit trockenheitsliebenden Polsterstauden. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Feldhecke
Definition
Eine mehrreihige, in der Kulturlandschaft historisch gewachsene oder angelegte Pflanzung aus heimischen Sträuchern und Bäumen, die als lebendige Grenze, Windschutz und ökologischer Vernetzungskorridor dient.
Aufbau & Materialien
Dreistufiger Aufbau aus Krautsaum, Strauchgürtel und Überhältern (Bäumen) mit heimischen Arten wie Weißdorn, Schlehe, Haselnuss, Hainbuche, Hunds-Rose und Feldahorn.
Ökologischer Mehrwert
Ein absolutes Hotspot-Ökosystem. Sie bietet hunderten Tierarten (Singvögel, Bestäuber, Kleinsäuger wie Igel und Wiesel) Nahrung, Nistplätze und unersetzliche Wanderkorridore (Biotopvernetzung) durch die ausgeräumte Agrarlandschaft.
Klimaresilienz
Äußerst hitzeresistent und wassersparend durch tiefreichende Wurzelsysteme. Hecken brechen den Wind (reduzieren die Bodenerosion und -austrocknung erheblich), spenden Schatten und kühlen spürbar die umgebende Landschaft.
Pflegetipps
Kein starrer Formschnitt nötig; alle paar Jahre abschnittweise auf den Stock setzen (Verjüngungsschnitt im Winter), um den dichten Wuchs zu erhalten.
Leistungsumfang Pflanzlocherstellung, pflanzung heimischer Gehölze (keine Zuchtformen), Einschlämmen und optional Einbringen eines Wildschutzverbissschutzes (notwendig auf freiem Gelände). Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Hecken und Sträucher
Definition
Kompakte Gehölzgruppen oder lockere Strauchgruppen zur Raumgliederung, Sichtschutzbildung und als ökologische Trittsteine im Garten.
Aufbau & Materialien
Kombination aus heimischen Blüten- und Fruchtgehölzen (z. B. Liguster, Schneeball, Felsenbirne); Verzicht auf sterile Monokulturen wie Kirschlorbeer oder Thuja.
Ökologischer Mehrwert
Bietet geschützte Nistplätze für Singvögel, Verstecke für Igel und Nahrung für Bestäuber im Frühjahr.
Klimaresilienz
Schützt angrenzende Gartenbereiche vor starker Austrocknung durch Wind; gut angepasste heimische Sträucher kommen mit veränderten Klimabedingungen bestens zurecht.
Pflegetipps
Gelegentlicher Auslichtungsschnitt im Spätwinter; kein radikaler Block- oder Formschnitt, um den natürlichen Charakter zu bewahren.
Leistungsumfang : Standortgerechte Pflanzenauswahl, Bodenvorbereitung, fachgerechter Pflanzschnitt und Pflanzung inklusive Mulchscheibe. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Bäume
Definition
Großwüchsige Gehölze als prägende Strukturelemente, Schattenspender und hochwirksame Biodiversitäts-Anker im Garten.
Aufbau & Materialien
Zukunftsorientierte, heimische oder hitzetolerante Baumarten (z. B. Feldahorn, Hainbuche, Traubeneiche); Dreibock-Holzkonstruktion zur Sturmsicherung, Erstellung eines Gießringes und Mulchung.
Ökologischer Mehrwert
Uralte Ökosysteme auf kleinstem Raum; Lebensraum für Hunderte von Insekten-, Vogel- und Flechtenarten von der Rinde bis in die Krone.
Klimaresilienz
Natürliche Klimaanlage durch Verdunstungskühlung; spenden lebenswichtigen Schatten für Mensch, Tier und unterste Pflanzenschichten.
Pflegetipps
Erziehungsschnitt in den ersten Jahren; spätere Kontrolle der Baumkrone; Stammschutz bei Bedarf.
Leistungsumfang Präziser Pflanzgrubenaushub, Bodenverbesserung, Einbau des Baumes, professionelle Anbindung (Dreibock und Kokosgarn-Anbindung), Gießrand und Mulchung. Inkl. alle Materialien, Maschinen, Lieferung und Arbeitsaufwand.
Warum heißen wir: Die Feldhecke
Warum war die Feldhecke früher so wichtig?
Früher waren Feldhecken überlebenswichtige Werkzeuge und multifunktionale „Schweizer Taschenmesser“ für die Landwirtschaft:
Einfriedung & Viehzaun
Bevor es Zäune aus Draht oder Strom gab, hielt eine dichte,undurchdringliche Hecke aus Weißdorn und Schlehe das Weidevieh zuverlässig auf den Flächen und fern von den Feldern.
Holz- und Ressourcengewinnung
Sie lieferte den Bauern regelmäßigen Nachschub an Brennholz, Stangenholz für den Zaunbau und Flechtwerk sowie Wildobst (Beeren, Nüsse) für den Eigenbedarf.
Klimaschutz auf dem Acker
Hecken schützten die wertvollen Ackerböden vor den heftigen Winden, die im Frühjahr die trockene Erde einfach weggeweht hätten (Windschutz gegen Bodenerosion).
Wassermanagement
Sie bremsten oberflächliches Regenwasser ab, hielten die Feuchtigkeit in der Landschaft und schützten vor dem Austrocknen.
Warum das heute meistens nicht mehr gemacht wird
Mit der Modernisierung und Industrialisierung der Landwirtschaft hat sich das Gesicht unserer Landschaft drastisch verändert
Flurbereinigung & Maschinengröße
In den 1950er bis 1970er Jahren wurden im Zuge der Flurbereinigung („Ausräumung der Landschaft“) riesige zusammenhängende Schläge geschaffen. Die Felder wurden maximiert, damit tonnenschwere Mähdrescher und Traktoren ohne Wendemanöver über riesige Flächen rollen können – Hecken galten dabei schlicht als störende Hindernisse.
Verlust des Nutzwandens
Da fossile Energieträger (Öl, Gas) und industrielles Holz billig wurden, brauchten Bauern das Holz aus der Hecke nicht mehr zum Heizen, und Zäune wurden durch elektrischen Draht ersetzt.
Flächeneffizienz-Druck
Jeder Quadratmeter, auf dem eine Hecke wächst, schien wirtschaftlich „verloren“ zu sein, da er keine direkten Subventionen oder Erträge im klassischen Sinn einbrachte.
Warum sie heute wichtiger sind denn je
Heute erleben wir genau das Gegenteil: Die ausgeräumte Landschaft bricht bei Hitze und Starkregen zusammen.
Schutz vor Erosion & Dürre
Weil Klimakapriolen und Starkregen zunehmen, spülen Wassermassen offene Äcker weg. Feldhecken wirken wie natürliche Barrieren.
Wiederbelebung der Biodiversität
Ohne diese grünen Adern bricht der Naturhaushalt (Insektensterben, Rückgang der Vogelwelt) in den Agrarsteppen komplett ein.
Genau da setzen wir vom #TeamFeldhecke an
Wir holen genau das in die heutige Zeit zurück, was früher das intuitive Fundament der Landwirtschaft war – verknüpft mit modernstem ökologischen Know-how für deinen Garten, Firmenareale und den öffentlichen Raum.

